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Konservative Arthrosetherapie

Alterungsprozesse, genetische Veranlagung, aber auch überhöhte einseitige Belastung oder Unfälle können zu Abnutzungserscheinungen am Gelenkknorpel führen. Dieser Verschleiß wird als Arthrose bezeichnet und jedes Gelenk kann davon betroffen sein. Bedauerlicherweise kann der Gelenkknorpel beim erwachsenen Menschen nur noch in sehr begrenztem Umfang heilen, so dass es die Natur zumeist nicht schafft Knorpelschäden, die durch Verschleiss oder Unfälle entstanden sind, selbst zu reparieren. Bei Arthrose kommt es zu Beschwerden wie z.B. zu einem unangenehmen Ziehen im Gelenk, Gelenkergüssen, morgendlicher Gelenksteife oder auch Anlaufschmerz. Bei einem Fortschreiten der Erkrankung werden die Schmerzen stärker und die täglichen Aktivitäten müssen eingeschränkt werden. Dadurch sinkt natürlich auch die Lebensqualität.

In einigen Fällen ist die Arthrose bereits so fortgeschritten, dass operative Verfahren nötig werden, um die Beschwerden nachhaltig zu lindern.

Wie viele Beispiele in unserer Praxis zeigen, können auch konservative Behandlungsverfahren, vor allem bei noch milderer Arthrose, zu einer Linderung der Beschwerden und einer verbesserten Lebensqualität führen.

Schuhe mit gut dämpfenden Sohlen, Einlagen, Bandagen, entzündungshemmende und den Knorpelaufbau fördernde Medikamente können helfen. Bei Arthrose der unteren Extremität (Hüfte, Knie, Sprunggelenk und Fuss) ist die Bedeutung einer Gewichtsreduktion hervorzuheben. Dosierter und gelenkschonender Sport (Schwimmen, Wassergymnastik, Fitness, Velo) kräftigt die Muskulatur und führt durch die Verbesserung der muskulären Gelenkführung häufig auch zu einer Reduzierung der Arthrose Beschwerden. Physikalische Massnahmen wie Quarkwickel, Reizstrom, Iontophorese können sinnvoll sein.

Die Schmerzen und Beschwerden bei Arthrose entstehen im Wesentlichen durch entzündliche Prozesse, die sich bedingt durch mikroskopische Abriebpartikel aus Knorpel und Knochen in einem befallenen Gelenk etablieren. Schmerzhafte Entzündungen der Gelenkschleimhaut und Gelenkergüsse, sowie in fortgeschrittenem Stadium Schmerzen, die durch Schmerznervenfasern in den freiliegenden und nicht mehr durch Knorpel geschützten  Knochenoberflächen entstehen, sind die Folge.

Eine sehr wirksame Ergänzung zu den oben aufgelisteten konservativen Behandlungsmassnahmen können Infiltrationen in die befallenen Gelenke mit Hyaluronsäure (z.B. Ostenil oder Renehavis) oder Eigenblut (ACP) darstellen. In einigen Fällen macht es Sinn Eigenblut mit Hyaluronsäure zu kombinieren.

Es ist erwiesen, dass durch Eigenblut und Hyaluronsäure die entzündlichen Veränderungen im Gelenk zurückgedrängt werden können und in begrenztem Mass sogar knorpelregenerative Prozesse angestossen werden können. Im Fall der Hyaluronsäure kann vorrübergehend durch den gelenkschmierenden Effekt eine verbesserte Stossdämpfung im Gelenk erzielt werden. Dieser Effekt scheint vor allem bei Renehavis (2 verschiedene Arten von Hyaluronsäure in einer Doppelkammerspritze) längere Zeit anzuhalten. Insgesamt ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass die genannten Infiltrationsbehandlungen bei Patienten mit Arthrose Schmerzen lindern und die Beweglichkeit verbessern können.

Welche Verfahren bei Ihnen individuell empfehlenswert sind, darüber beraten wir Sie in unserer Sprechstunde.

Die Medikamentenkosten (Hors Liste) für Hyaluronsäure, Renehavis und die Herstellungskosten für die Eigenbluttherapie (ACP) werden von der Grundversicherung und der SUVA nicht übernommen. Bei einer vorhandenen Zusatzversicherung übernehmen einzelne Krankenversicherungen die Kosten (mit der Kasse zu klären!). Bezüglich der anfallenden Kosten werden Sie von Ihrem behandelnden Arzt im Indikationsgespräch ausführlich informiert werden.

Zumeist führen wir am betroffenen Gelenk einmal die Woche eine Infiltration durch über insgesamt 3-6 Wochen.

 

 

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