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Doppelkammerspritze - Kann neue Spritze Gelenksoperation ersparen?

Arthrose ist die häufigste aller Gelenkerkrankungen. Eine neuartige Behandlung, eine Doppelkammerspritze aus zwei verschiedenen Hyaluronsäuren, könnte Linderung bringen.

Die Renehavis Doppelkammerspritze wird 3 Mal verabreicht in einem wöchentlichen Abstand. Die Kur kann nach Absprache nochmals wiederholt werden. Die Kosten werden bislang noch nicht von der obligatorischen Krankenversicherung übernommen und gehen zu Lasten des Patienten. 

 

Zwei in einem:
Die neue Doppelkammer-Spritze enthält eine entzündungshemmende, niedermolekulare Hyaluronsäure (Kammer 1) und eine gelenköffnende, hochmolekulare Hyaluronsäure (Kammer 2). Nachdem der Arzt den Patienten steril vorbereitet hat, führt er die Spritze ins Gelenk und drückt zunächst die entzündungshemmende Hyaluronsäure aus Kammer 1 ab.

 

Nährstoffe:
Die Hyluronsäure aus Kammer 1 legt sich wie ein dünner Film über die Innenhaut der Gelenkkapsel. Sie sorgt dafür, dass die Entzündung abklingt. Gleichzeitig hemmt die Flüssigkeit hyaluronsäure-abbauende Enzyme, die zuvor dafür sorgten, dass die Gelenkflüssigkeit nicht mehr ausreichend dämpfen und schmieren kann. Parallel dazu kurbelt Kammer 1 die körpereigene Hyaluronsäurebildung an. Der Knorpel wird wieder mit Nährstoffen versorgt.

 

Stossdämpfer:
Zum Schluss spritzt der Arzt die Hyaluronsäure aus Kammer 2 ins Gelenk .Sie besteht aus vielen kleinen Molekülen, die sich in die Vertiefungen des kaputten Knorpels legen. So entsteht ein Stossdämpfer, der den Spalt zwischen den beiden Knochenenden weitet und auspolstert. Nun kann das Gelenk Stösse wieder puffern und reibunslos gleiten. Das hemmt den weiteren Knorpelabbau und ein Fortschreiten der Arthrose. Der Knorpel kann regenerieren.

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