Ihnen wurde zu einer Operation oder einer speziellen konservativen Behandlungsform geraten?
Dann ist es nicht immer leicht, sich ein genaues Bild zu verschaffen, ob die vorgeschlagene Behandlungsmethode für Sie die richtige ist. Gerade vor operativen Eingriffen in der Orthopädie und Unfallchirurgie ist es für Sie als Patientin oder Patient oft kaum möglich, das Ausmass einer besprochenen Operation genau abzuschätzen und die Erfolgschancen, den Aufwand und die Risiken richtig einzuordnen.
Oft ist die eigene Internetrecherche wenig hilfreich und nicht selten trägt das Internet nur noch mehr zur Verunsicherung bei.
Denn auch in der Medizin gilt, dass Behandlungsentscheide nicht immer nur aufgrund von streng wissenschaftlichen Daten gefällt werden können. Oft muss zusammen mit Ihnen als Patientin oder Patient eine auf Sie massgeschneiderte individuelle Lösung gefunden werden.
Die Besprechung der verschiedenen Operationsmöglichkeiten oder eines nicht operativen Vorgehens ist gelegentlich sehr komplex und stellt hohe Anforderungen an den beratenden und behandelnden Arzt.
Gerade hier spielen die Berufserfahrung und ein hoher Grad an Spezialisierung eine wesentliche Rolle, um Sie als Patientin oder Patient richtig beraten zu können.
Aufgrund der Kompetenzen unserer Fachärzte für Orthopädie und Handchirurgie in der Klinik Impuls werden wir deshalb häufig mit der Anfrage zu einer Zweitmeinung konfrontiert.
In vielen Fällen wird man den von Ihrer behandelnden Orthopädin oder Ihrem behandelnden Orthopäden vorgeschlagenen Behandlungsplan bestätigen können. Gelegentlich werden aber auch Alternativen oder Gefahren aufgezeigt, die Ihnen als Patientin oder Patient eine fundierte selbstbestimmte Entscheidung erleichtern.
Das Einholen einer Second Opinion/Zweitmeinung macht daher vor richtungsweisenden Therapieentscheidungen Sinn. Das Einholen einer Zweitmeinung durch Sie als Patientin oder Patient ist kein Vertrauensbruch gegenüber Ihren erstbehandelnden Ärzten. In diesem Zusammenhang möchten wir betonen, dass wir bei einer Second Opinion/Zweitmeinung keine Patienten abwerben wollen, sondern Ihnen als Patientin oder Patient durch unseren hohen Spezialisierungsgrad in den Bereichen Schulter- und Ellenbogenchirurgie, Handchirurgie, Gelenkchirurgie mit Endoprothetik an Schulter, Hüfte, Knie und Sprunggelenk sowie in der Fusschirurgie und Kinderorthopädie beratend zur Seite stehen wollen.
Was Sie zum Termin mitbringen sollten
Falls Sie zu uns für eine Second Opinion/Zweitmeinung kommen, ist es sinnvoll, die das aktuelle Krankheitsbild oder die aktuelle Verletzung betreffenden vorhandenen Unterlagen mitzubringen.
Scheuen Sie sich nicht, bei Ihren behandelnden Ärzten die vorhandenen Dokumente (Arztberichte, Röntgenbilder, CT-/MRT-Bilder und Befunde) anzufordern. So können unnötige Zusatzkosten vermieden werden.
Ob von uns ein Bericht an die vorbehandelnden Ärzte, den Hausarzt oder die Versicherung geschrieben werden soll, entscheiden Sie allein als Patientin oder Patient.
Die Orthopädie befasst sich mit den Leiden des Bewegungsapparates. Die Abklärung der Beschwerden beginnt mit dem persönlichen Gespräch mit dem Patienten.
Erfragt werden der Beginn des Leidens, der Charakter der Beschwerden sowie die bisher getroffenen Massnahmen. Anschliessend findet eine genaue körperliche Untersuchung statt. Häufig lässt sich so schon ein genaues Bild der Erkrankung machen und es kann entschieden werden, ob direkt gezielte Behandlungsschritte eingeleitet werden können oder ob weitere bildgebende Abklärungen nötig sind. In vielen Fällen gehören Röntgenbilder zum nächsten Schritt. Bei unserer neuen digitalen Röntgenanlage ist die Strahlenbelastung geringer als beim konventionellen Röntgen oder digitalen Röntgen mit Plattendetektoren.
Für weitere Abklärungen wie MRI, CT oder Szintigraphie überweisen wir Sie an ein Röntgeninstitut und die Besprechung des Befundes findet in einer nächsten Konsultation statt.
Anhand der erhobenen Befunde wird die für Sie beste Behandlungsstrategie festgelegt.
Im Rahmen der Beratung werden die individuellen Bedürfnisse erörtert und die Therapieschritte darauf abgestimmt. Für den jungen, im Arbeitsprozess stehenden Patienten gilt nicht das Gleiche wie für den älteren Patienten. Aber auch in dieser Gruppe sind die körperlichen Ansprüche ganz unterschiedlich. In nicht eindeutigen Fällen besprechen wir die Möglichkeiten in unserem Team, zusammen mit den Rheumatologen und Physiotherapeuten der Klinik Impuls.
Die Orthopädie umfasst ein weites therapeutisches Spektrum. Bei weitem nicht bei allen Problemen ist eine Operation nötig, doch in manchen Fällen ist ein operatives Vorgehen nicht zu umgehen und ein Hinauszögern nur ein Verlängern der Leidenszeit.
Eingriffe, die ambulant durchgeführt werden können, das heisst, dass die Patienten wieder am gleichen Tag nach Hause gehen, machen wir am Operationszentrum Wetzikon in zwei den modernsten Standards entsprechenden Operationssälen. Für grössere Eingriffe sind wir als Belegärzte am GZO Spital Wetzikon sowie in der Rosenklinik Rapperswil SG tätig.
In vielen Fällen können die Beschwerden jedoch ohne Operation behandelt werden. Eine Anpassung der Belastung, eine gezielte Schmerztherapie und Physiotherapie oder Orthesen (Schuheinlagen, Bandagen, Schienen) führen häufig zu einer Heilung oder zumindest Linderung.