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Konservative Arthrosetherapie -
Beschwerden lindern und Beweglichkeit erhalten

Arthrose entsteht durch Veränderungen und Verschleiss des Gelenkknorpels und kann grundsätzlich jedes Gelenk betreffen. Typische Beschwerden sind Schmerzen, Gelenkergüsse, morgendliche Steifigkeit und Anlaufschmerzen. Vor allem bei milderer Arthrose können konservative Behandlungen die Beschwerden lindern und die Lebensqualität verbessern.
Wenn sich der Gelenkknorpel verändert

Alterungsprozesse, genetische Veranlagung, aber auch überhöhte, einseitige Belastung oder Unfälle können zu Abnutzungserscheinungen am Gelenkknorpel führen. Dieser Verschleiss wird als Arthrose bezeichnet und jedes Gelenk kann davon betroffen sein. Bedauerlicherweise kann der Gelenkknorpel beim erwachsenen Menschen nur noch in sehr begrenztem Umfang heilen, sodass es die Natur zumeist nicht schafft, Knorpelschäden, die durch Verschleiss oder Unfälle entstanden sind, selbst zu reparieren.

Bei Arthrose kommt es zu Beschwerden wie z. B. einem unangenehmen Ziehen im Gelenk, Gelenkergüssen, morgendlicher Gelenksteife oder auch Anlaufschmerz. Bei einem Fortschreiten der Erkrankung werden die Schmerzen stärker und die täglichen Aktivitäten müssen eingeschränkt werden. Dadurch sinkt natürlich auch die Lebensqualität.

Die Schmerzen und Beschwerden bei Arthrose entstehen im Wesentlichen durch entzündliche Prozesse, die sich bedingt durch mikroskopische Abriebpartikel aus Knorpel und Knochen in einem befallenen Gelenk etablieren. Schmerzhafte Entzündungen der Gelenkschleimhaut und Gelenkergüsse sowie in fortgeschrittenem Stadium Schmerzen, die durch Schmerznervenfasern in den freiliegenden und nicht mehr durch Knorpel geschützten Knochenoberflächen entstehen, sind die Folge.

Konservative Möglichkeiten bei Arthrose

In einigen Fällen ist die Arthrose bereits so fortgeschritten, dass operative Verfahren nötig werden, um die Beschwerden nachhaltig zu lindern.

Wie viele Beispiele in unserer Praxis zeigen, können auch konservative Behandlungsverfahren, vor allem bei noch milderer Arthrose, zu einer Linderung der Beschwerden und einer verbesserten Lebensqualität führen.

Schuhe mit gut dämpfenden Sohlen, Einlagen, Bandagen, entzündungshemmende und den Knorpelaufbau fördernde Medikamente können helfen. Bei Arthrose der unteren Extremität (Hüfte, Knie, Sprunggelenk und Fuss) ist die Bedeutung einer Gewichtsreduktion hervorzuheben.

Dosierter und gelenkschonender Sport (Schwimmen, Wassergymnastik, Fitness, Velo) kräftigt die Muskulatur und führt durch die Verbesserung der muskulären Gelenkführung häufig auch zu einer Reduzierung der Arthrose-Beschwerden. Physikalische Massnahmen wie Quarkwickel, Reizstrom, Iontophorese können sinnvoll sein.

Hyaluronsäure und Eigenblutplasma

Eine sehr wirksame Ergänzung zu den oben aufgelisteten konservativen Behandlungsmassnahmen können Infiltrationen in die befallenen Gelenke mit Hyaluronsäure (z. B. Ostenil) oder Eigenblutplasma (ACP) darstellen. In vielen Fällen macht es Sinn, Eigenblutplasma mit Hyaluronsäure zu kombinieren.

Es ist erwiesen, dass durch thrombozytenreiches Eigenblutplasma und Hyaluronsäure die entzündlichen Veränderungen im Gelenk zurückgedrängt werden können und in begrenztem Mass sogar knorpelregenerative Prozesse angestossen werden können. Im Fall der Hyaluronsäure kann vorübergehend durch den gelenkschmierenden Effekt eine verbesserte Stossdämpfung im Gelenk erzielt werden. Insgesamt ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass die genannten Infiltrationsbehandlungen bei Patienten mit Arthrose Schmerzen lindern und die Beweglichkeit verbessern können.

Welche Verfahren bei Ihnen individuell empfehlenswert sind, darüber beraten wir Sie in unserer Sprechstunde.

Die Medikamentenkosten (Hors Liste) für Hyaluronsäure und die Herstellungskosten für die Eigenblutplasmatherapie (ACP) werden von der Grundversicherung und der SUVA nicht übernommen. Bei einer vorhandenen Zusatzversicherung übernehmen einzelne Krankenversicherungen die Kosten (mit der Kasse im Vorfeld zu klären!). Bezüglich der anfallenden Kosten werden Sie von Ihrem behandelnden Arzt im Indikationsgespräch ausführlich informiert werden.

Zumeist führen wir am betroffenen Gelenk einmal die Woche eine Infiltration durch über insgesamt 3–6 Wochen.

Konservative Behandlung
Bei Arthrose stehen konservative Massnahmen in der Regel am Anfang der Behandlung. Welche Therapie geeignet ist, richtet sich nach dem betroffenen Gelenk, dem Ausmass der Veränderungen und den Beschwerden.

Ziel ist es, Schmerzen zu lindern und die Gelenkfunktion möglichst lange zu erhalten. Bewegungstherapie und gelenkschonende Aktivität können dabei ebenso eingesetzt werden wie Physiotherapie, Einlagen oder andere Orthesen und eine gezielte Schmerztherapie. Ergänzend stehen medikamentöse Behandlungen und Infiltrationen zur Verfügung.
Operative Behandlung
Sind die Veränderungen im Gelenk weit fortgeschritten und lassen sich die Beschwerden mit konservativen Massnahmen nicht mehr ausreichend lindern, kann eine operative Behandlung sinnvoll werden.

Welches Verfahren infrage kommt, hängt vom betroffenen Gelenk und vom Ausmass der Arthrose ab. Das operative Spektrum reicht je nach Befund von gelenkerhaltenden Eingriffen und Korrekturoperationen bis zum Gelenkersatz oder zur Versteifung eines stark geschädigten Gelenks. Die Entscheidung für eine Operation und das geeignete Verfahren werden individuell getroffen.
Unsere Kompetenz

Behandlungsmöglichkeiten

Die konservative Arthrosetherapie umfasst verschiedene Behandlungsansätze. Welche davon geeignet sind, hängt vom betroffenen Gelenk, dem Ausmass der Arthrose und den Beschwerden ab.
Konservative Arthrosetherapie

Behandelnde Ärzte

Rolf Luginbühl
Facharzt Orthopädie und Traumatologie FMH
Urs Baumgartner
Facharzt Orthopädie und Traumatologie FMH
Martin Wiewiorski
Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates