Meist liegt die Ursache einer rheumatologischen Entzündungserkrankung bei einer gestörten Immunabwehr. Es bilden sich Abwehrstoffe, die sich gegen den eigenen Körper wenden, und dieser reagiert darauf mit Entzündungen. Auch genetische Faktoren spielen dabei eine Rolle, die Ursachen sind aber bis heute noch nicht ganz geklärt. Man spricht auch von Autoimmunerkrankungen.
Beispielsweise wird bei der rheumatoiden Arthritis die Gelenkinnenhaut von unter anderem Hand- und Fussgelenken und bei Morbus Bechterew die Wirbelsäulengelenke, aber auch Sehnenansätze angegriffen.
Polymyalgia rheumatica, Sklerodermie, Lupus erythematodes und das Sjögren-Syndrom sind Erkrankungen des Bindegewebes und der Gefässe und gehören auch zu den entzündlichen rheumatischen Erkrankungen und stellen einen Teil der weichteilrheumatischen Erkrankungen dar.
Medikamente, die die Abwehr reduzieren, sind in diesen Fällen notwendig. Inzwischen stehen viele auf die Krankheiten abgestimmte Medikamente zur Verfügung. Nachdem die Diagnose gestellt ist, evaluieren wir gemeinsam ein Therapiekonzept und begleiten Sie kompetent dabei.
Mögliche Hinweise sind länger anhaltende Gelenkschmerzen, Schwellungen oder eine ausgeprägte Morgensteifigkeit. Je nach Erkrankung können auch allgemeine Beschwerden wie Müdigkeit oder ein vermindertes Leistungsvermögen auftreten.
Zur Abklärung gehören die ausführliche Erhebung der Beschwerden und eine körperliche Untersuchung. Je nach Verdacht können Blutuntersuchungen und bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Röntgen oder MRI hinzukommen.
Anhaltende oder wiederkehrende Schmerzen und Schwellungen an Gelenken sollten ärztlich abgeklärt werden. Das gilt insbesondere, wenn die Beschwerden ohne erkennbare Ursache auftreten oder von einer länger dauernden Morgensteifigkeit begleitet werden.
Viele entzündlich-rheumatische Erkrankungen verlaufen chronisch. Mit einer geeigneten Behandlung lässt sich die Krankheitsaktivität jedoch häufig deutlich reduzieren und der Verlauf günstig beeinflussen.
Regelmässige, an die Erkrankung angepasste Bewegung kann dabei helfen, Beweglichkeit, Muskelkraft und Gelenkfunktion zu erhalten. Physiotherapie kann die medikamentöse Behandlung je nach Erkrankung sinnvoll ergänzen.