EKG, Belastungs-EKG, Langzeit-EKG, Herzultraschall, Langzeit-Blutdruckmessung, Labor
Anhaltende starke Brustschmerzen oder Verdacht auf Herzinfarkt → sofort 144 alarmieren
Die Herzkranzgefässe (Koronararterien) versorgen den Herzmuskel mit Sauerstoff und Nährstoffen.
Verengen sich diese Gefässe durch Arteriosklerose, wird der Herzmuskel unter Belastung nicht mehr ausreichend versorgt. Typisch sind belastungsabhängige Brustschmerzen (Angina pectoris), die in den linken Arm, den Hals oder den Kiefer ausstrahlen können und in Ruhe wieder verschwinden.
Nimmt die Verengung weiter zu, können Beschwerden bereits bei kleinster Belastung oder sogar in Ruhe auftreten. Dann ist eine rasche weitere Abklärung notwendig.
Kommt es zum vollständigen Verschluss einer Herzkranzarterie, entsteht ein Herzinfarkt. Dabei handelt es sich um einen medizinischen Notfall, der sofort behandelt werden muss.
Wichtig: Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt sofort 144 alarmieren.
Zur Abklärung einer möglichen koronaren Herzkrankheit führen wir unter anderem Belastungs-EKGs (Ergometrien) durch.
Der häufigste Auslöser einer Herzmuskelerkrankung ist ein über längere Zeit unbehandelter Bluthochdruck.
Dadurch kann sich der Herzmuskel verdicken oder versteifen. Langfristig kann dies zu einer Herzschwäche oder zu Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern führen.
Diese Veränderungen lassen sich zuverlässig mittels Herzultraschall (Echokardiographie) erkennen.
Zur Diagnose eines Bluthochdrucks ist die 24-Stunden-Blutdruckmessung der Goldstandard. Dabei wird der Blutdruck tagsüber alle 15 Minuten und nachts alle 30 Minuten automatisch gemessen.
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Messmethode |
Grenzwert |
| Praxis | unter 140/90 mmHg |
| Selbstmessung | unter 135/85 mmHg |
| 24h-Mittelwert | unter 130/80 mmHg |
| Tagesmittel | unter 135/85 mmHg |
| Nachtmittel | unter 120/75 mmHg |
Die Ursache eines Bluthochdrucks bleibt häufig unklar und ist oft familiär bedingt. Seltener stecken Nieren- oder Hormonerkrankungen dahinter. Diese können mittels Ultraschall und Laboruntersuchungen abgeklärt werden.
Eine konsequente Behandlung des Bluthochdrucks reduziert das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzschwäche erheblich.
Die Herzklappen sorgen dafür, dass das Blut nur in eine Richtung fliesst.
Mit zunehmendem Alter können sie sich verengen oder undicht werden. Typische Beschwerden sind:
Die Diagnose erfolgt in der Regel mittels Herzultraschall.
Je nach Ausprägung reicht eine regelmässige Kontrolle aus oder es wird ein chirurgischer oder kathetergestützter Herzklappenersatz notwendig.
Nicht jeder unregelmässige Herzschlag ist gefährlich.
Viele Menschen verspüren gelegentlich Herzstolpern (Extrasystolen), das meist harmlos ist. Andere Rhythmusstörungen wie Vorhofflimmern erhöhen dagegen das Schlaganfallrisiko und sollten behandelt werden.
Zur Diagnostik setzen wir je nach Beschwerden verschiedene Untersuchungen ein:
Ist der Herzschlag dauerhaft zu langsam, kann ein Herzschrittmacher notwendig werden.
In unserer Praxis bieten wir eine umfassende Abklärung und Betreuung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen – von der Vorsorge bis zur langfristigen Behandlung.
Zu unseren Leistungen gehören unter anderem:
Unser Ziel ist es, Herz-Kreislauf-Erkrankungen möglichst früh zu erkennen und gemeinsam mit Ihnen eine individuell abgestimmte Behandlung zu planen.
Wenn Sie Brustschmerzen, Atemnot, Herzstolpern, Schwindel oder eine deutlich verminderte Belastbarkeit bemerken, empfiehlt sich eine ärztliche Abklärung.
Ein Ruhe-EKG zeichnet die Herzaktivität im Liegen auf. Beim Belastungs-EKG wird das Herz unter körperlicher Belastung untersucht, um Durchblutungsstörungen oder Rhythmusstörungen sichtbar zu machen.
Wenn erhöhte Blutdruckwerte vermutet werden oder die Werte stark schwanken, liefert eine 24-Stunden-Messung ein deutlich genaueres Bild als einzelne Messungen in der Praxis.
Nein. Viele Herzrhythmusstörungen sind harmlos. Einige, beispielsweise Vorhofflimmern oder Rhythmusstörungen aus den Herzkammern, sollten jedoch behandelt werden. Eine genaue Diagnose ist deshalb wichtig.
Die wichtigsten Massnahmen sind regelmässige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, Rauchstopp, ein normales Körpergewicht sowie die konsequente Behandlung von Bluthochdruck, Diabetes und erhöhten Cholesterinwerten.