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Die Lunge – Sauerstoff für unseren Körper

Mit jedem Atemzug versorgt die Lunge unseren Körper mit Sauerstoff und gibt Kohlendioxid wieder an die Umgebung ab. Ein Erwachsener atmet durchschnittlich 12 bis 16 Mal pro Minute und bewegt dabei täglich mehrere tausend Liter Luft.
Die Lunge besteht aus einem rechten und einem linken Lungenflügel. Über die Luftröhre gelangt die Atemluft in den verzweigten Bronchialbaum und schliesslich in Millionen kleinster Lungenbläschen (Alveolen). Dort findet der lebenswichtige Gasaustausch zwischen Atemluft und Blut statt.

Erkrankungen der Lunge gehören zu den häufigsten internistischen Beschwerden. Viele lassen sich durch eine gezielte Untersuchung früh erkennen und erfolgreich behandeln.

Auf einen Blick

Die wichtigsten Erkenntnisse dieses Beitrags finden Sie hier zusammengefasst. Detaillierte Informationen und praktische Tipps erläutern wir in den folgenden Kapiteln.

Haben Sie Fragen zu Ihrer Gesundheit?

Gerne nehmen wir uns Zeit für Ihr Anliegen und beraten Sie persönlich.

Aufbau und Funktion der Lunge

Die Luft gelangt über Nase oder Mund in die Luftröhre und verzweigt sich über die Bronchien bis in die kleinsten Lungenbläschen.

In den Alveolen, die nur etwa 0,2 Millimeter gross sind, erfolgt der Austausch der Atemgase:

  • Sauerstoff wird aus der Atemluft ins Blut aufgenommen.
  • Kohlendioxid wird aus dem Blut an die Ausatemluft abgegeben.

Damit versorgt die Lunge alle Organe und Gewebe mit lebenswichtigem Sauerstoff.

Lungenfunktion

Mit einer Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie) lässt sich messen, wie gut die Lunge arbeitet.

Dabei werden unter anderem folgende Werte bestimmt:

  • Lungenvolumen
  • Atemfluss
  • Vitalkapazität (die Luftmenge, die nach maximalem Einatmen vollständig ausgeatmet werden kann)

Die durchschnittliche Vitalkapazität eines Erwachsenen liegt bei rund 5 Litern, ist jedoch abhängig von Alter, Körpergrösse und Geschlecht.

Die Untersuchung ist schmerzfrei und liefert wichtige Hinweise auf verschiedene Lungenerkrankungen.

Häufige Lungenerkrankungen

Bronchitis und Lungenentzündung

Eine Bronchitis wird meist durch Viren verursacht und führt häufig zu Husten, Auswurf und gelegentlich leichtem Fieber.

Bei einer Lungenentzündung (Pneumonie) sind die Lungenbläschen betroffen. Sie wird häufig durch Bakterien verursacht und äussert sich unter anderem durch:

  • Fieber
  • Husten
  • Atemnot
  • Brustschmerzen
  • allgemeines Krankheitsgefühl

Der Verdacht kann durch die Untersuchung bestätigt und mittels Röntgenaufnahme der Lunge abgesichert werden.
 

Asthma bronchiale

Asthma ist eine chronische Entzündung der Atemwege. Die Bronchien reagieren überempfindlich und verengen sich anfallsweise.

Typische Beschwerden sind:

  • Atemnot
  • pfeifende Atmung
  • Husten
  • Engegefühl im Brustkorb

Asthma beginnt häufig bereits in jüngeren Jahren und ist oft allergisch bedingt. Mit einer geeigneten Behandlung lässt sich die Erkrankung in den meisten Fällen gut kontrollieren.
 

COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung)

Die COPD entsteht überwiegend durch langjähriges Rauchen.

Dabei werden die Atemwege dauerhaft verengt und das Lungengewebe zunehmend überbläht. Betroffene leiden häufig unter:

  • chronischem Husten
  • Auswurf
  • zunehmender Atemnot
  • eingeschränkter Belastbarkeit

Im Gegensatz zum Asthma sind die Veränderungen bei COPD meist nicht vollständig rückgängig zu machen. Ein frühzeitiger Rauchstopp kann das Fortschreiten der Erkrankung jedoch deutlich verlangsamen.
 

Lungenkrebs

Lungenkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen weltweit. Der wichtigste Risikofaktor ist das Rauchen.

Da die Erkrankung in frühen Stadien oft kaum Beschwerden verursacht, sind eine frühzeitige Abklärung und das Erkennen von Warnzeichen besonders wichtig.

Diagnostik

Zur Abklärung von Lungenerkrankungen stehen verschiedene Untersuchungsmethoden zur Verfügung.

Je nach Beschwerden gehören dazu:

  • ausführliche Anamnese
  • körperliche Untersuchung
  • Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie)
  • Röntgen der Lunge
  • Laboruntersuchungen

Falls notwendig, werden weitere Untersuchungen oder eine Überweisung an eine pneumologische Fachklinik veranlasst.

Wie wir Sie unterstützen

Wir untersuchen Beschwerden der Atemwege sorgfältig und helfen dabei, Lungenerkrankungen frühzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln.

Zu unseren Leistungen gehören unter anderem:

  • ausführliche Abklärung bei Husten und Atemnot
  • Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie)
  • Diagnostik von Asthma und COPD
  • Beurteilung von Infektionen der Atemwege
  • Beratung zum Rauchstopp
  • Verlaufskontrollen bei chronischen Lungenerkrankungen
  • Zusammenarbeit mit spezialisierten Pneumologen und Lungenzentren bei weiterführenden Abklärungen

Unser Ziel ist es, Ihre Lungenfunktion möglichst lange zu erhalten und Ihre Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.

FAQ

Häufige Fragen
zum Thema Lunge

Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Lunge.
  • Wann sollte Husten ärztlich abgeklärt werden?

    Wenn Husten länger als drei Wochen anhält, wiederholt auftritt oder mit Atemnot, Fieber oder blutigem Auswurf verbunden ist, sollte eine ärztliche Untersuchung erfolgen.

  • Was zeigt eine Lungenfunktionsprüfung?

    Mit der Spirometrie lässt sich feststellen, ob die Atemwege verengt sind oder die Lungenfunktion eingeschränkt ist. Sie ist eine wichtige Untersuchung zur Diagnose von Asthma oder COPD.

  • Was ist der Unterschied zwischen Asthma und COPD?

    Asthma beginnt häufig bereits in jüngeren Jahren und ist oft allergisch bedingt. Die Verengung der Atemwege ist meist gut behandelbar und teilweise reversibel. COPD entsteht überwiegend durch langjähriges Rauchen und führt zu einer dauerhaften Schädigung der Lunge.

  • Kann sich die Lunge nach einem Rauchstopp erholen?

    Ja. Bereits wenige Wochen nach dem Rauchstopp verbessert sich die Lungenfunktion. Gleichzeitig sinkt langfristig das Risiko für COPD, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Lungenkrebs deutlich.

  • Wann ist Atemnot ein Notfall?

    Plötzlich auftretende starke Atemnot, Atemnot in Ruhe, Brustschmerzen oder blutiger Auswurf sollten umgehend medizinisch abgeklärt werden. In schweren Fällen ist sofort der Notruf 144 zu wählen.