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Morton Neuralgie

Morton Neuralgie (Synonym Morbus Morton, Morton Neurom)

Jede Zehe am Fuss besitzt vier Hautnerven, welche jeweils seitlich (rechts und links) und fussrücken- bzw. fusssolhenwärts verlaufen. Knapp vor den Zehengrundgelenken teilt sich der fusssohlenseite Hauptnerv (N. plantaris) in zwei Äste auf, aus denen die beiden fusssohlenseitigen Hautnerven in die Zehen ziehen. Dabei verläuft der Hauptnerv relativ oberflächlich und ist nur durch die dicke Fusssohlenhaut und das Polsterfettgewebe vor Druck geschützt. Am gesunden Fuss wird der Druck beim Abrollvorgang gleichmässig über die gesamte Auftrittsfläche verteilt, so dass die einzelnen Nerven nicht übermässig gequetscht werden.

Liegt ein Spreizfuss, ein Hallux valgus oder eine Hammerzehenfehlstellung vor, können sich die Druckverhältnisse verändern und der N. plantaris kommt zwischen den Mittelfussköpfchen unter dem Querband chronisch unter Druck (Nervenkompressionssyndrom). Der Nerv kann nicht mehr ausweichen, verdickt sich und wird zunehmend schmerzempfindlich. Zumeist ist der Zwischenraum der 3. Und 4. Zehe, seltener zwischen der 2. und 3. Zehe betroffen.

Morton Neurom
Abbildung eines typischen Morton Neurinoms zwischen der 3. und 4. Zehe am Fuss

 

Die Diagnose erfolgt klinisch (Klingelknopfschmerz, sog. Mulder Klick). Eine Bildgebung mit Ultraschall und bei Bedarf auch MRT kann erforderlich sein.

Im Frühstadium der Morton Neuralgie sind konservative Therapieverfahren sinnvoll und hilfreich.

  • Einlagen, welche bei der Morton Neuralgie jedoch nicht einfach anzufertigen sind. Gelegentlich benötigt es Nachbesserungen durch den Orthopädie Techniker, bis die Einlage optimal passt.
  • Stosswellentherapie kann die Schmerzüberempfindlichkeit reduzieren und durch eine Stärkung (Gewebeproliferation) des den Nerv schützenden Fettpolstergewebes eine gewisse Linderung schaffen.
  • Cortisoninfiltration an den gereizten Nerv können hilfreich sein und werden auch aus Gründen der Diagnosesicherung angewendet.

Nicht selten gelingt es jedoch nicht durch konservative Behandlungen die zumeist als sehr stark empfundenen Schmerzspitzen ausreichend zu kontrollieren. In diesen Fällen hilft einzig die Operation, bei welcher der  betroffene Nerv freigelegt wird. Stellt sich der Nerv intraoperativ nicht stark verdickt dar, genügt zumeist eine nervenerhaltende Befreiung des Nerven aus seiner Verengung mit Durchtrennung des Querbandes zwischen den Mittelfussköpfchen.

Ist der Nerv stark verdickt und bereits strukturverändert, muss er operativ entfernt (geopfert) werden. Daraus resultiert zwar eine milde Taubheit im betroffenen Zehenzwischenraum, was von den Patienten aber problemlos akzeptiert wird, da durch den eingeklemmten Nerv verursachten Schmerzen aufhören.

Die Nachbehandlung erfolgt in einer Spezialsandale mit steifer Sohle (Verbandsschuh) bis zur Wundheilung für 2-3 Wochen. Im Verbandsschuh darf der Patient relativ rasch nach der Operation wieder voll belasten. Zur Unterstützung werden kurzfristig Unterarmgehstützen abgegeben.

Komplikationen und Rezidive sind selten können aber z.B. in einer schmerzhaften Operationsarbe oder einem Neuromknoten bestehen.

Wenden Sie sich an uns, wenn Sie Fragen rund um das Thema Morton Neuralgie haben.

Wir bieten Ihnen das gesamte Spektrum der Stadien gerechten konservativen und operativen Versorgung an. Bei unseren operativen Versorgungen achten wir in besonderem Maß auf die Biomechanik des ganzen Fußes und verwenden modernste Operationstechniken und Implantate.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die gesamte Nachbehandlung ebenfalls aus einem Guss bei uns in der Praxis erfolgen kann, was für gute postoperative Ergebnisse und Ihre Zufriedenheit als Patient sehr wichtig ist.

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